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Partizipation

PARTIZIPATION

Mit einem Bildungsverständnis, das die Perspektive des Kindes in den Mittelpunkt stellt, ist die Partizipation (Teilhabe, Beteiligung, Mitbestimmung) ein notwendiges Grundprinzip pädagogischen Handelns und damit ein wesentliches Qualitätsmerkmal. Kinder erleben zu lassen das sie gefragt sind, dass ihre Meinung wirklich zählt und ihre Mitentscheidung wirklich gewollt ist, befähigt sie zu einem demokratischen Lebensstil.

KINDER…..

• lernen selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten und erfahren Grenzen des Möglichen

• werden fähig eigenes Tun mit anderen abzustimmen lernen Lösungswege auszuhandeln

• lernen zu entscheiden und Verantwortung zu übernehmen und lernen, dass ihre Meinung ernst genommen wird und sie Vorgänge beeinflussen können

• erleben, dass sie mit ihren Stärken und Schwächen angenommen werden

• erfahren Achtung und Beachtung, Gefühl und Meinungen sind wichtig

Beteiligungs- Gestaltungs-, Mitbestimmungs- sowie Entscheidungsmöglichkeiten für alle Kinder bieten sich vielfältig im Kindergartenalltag. Hierbei unterscheiden wir hauptsächlich zwischen.

 

SELBSTBESTIMMEN

• Wahl Spielort (Funktionsräume oder Außengelände), Spielpartner, Spielmaterial, Zeit

• Mahlzeiten: Zeitpunkt= Frühstück (zwischen 7.30-8.30Uhr) und Vesper ab 14.00Uhr frei wählbar sowie Tischpartner, Besteck, Getränke, Speisenkomponenten, Menge

• Kindergeburtstage (Ort, Gäste, Spiele)

• Teilnahme an Veranstaltungen, Festen, Rentnersingen u.ä.

• Kleidung (alters-, entwicklungsentsprechend)

• Auswahl und Nutzung von Materialien (bei preisintensivem Material =mitbestimmen) • Auswahl Vorlesebücher (Mittag)

MITBESTIMMEN

• Raum-, Tisch- und Hausgestaltung, Gestaltung Außengelände

• Konfliktlösung untereinander

• Auswahl von Geschirr und Tischwahl (auf Höhe wird schon mit geachtet)

• Feste, Feiern, Aktionen, Ausflüge, Projekte, Sommergestaltung (Termin z.T. fest, aber inhaltliche Gestaltung) 24

• Neuanschaffung von Spiel- und Beschäftigungsmaterialien

• Wahlwochen Mittagessen

• Portfolio „Könnerbuch des Kindes“ = mit zunehmenden Alter selbstbestimmend=Fotoauswahl, Zeichnungen, Bastel- und Kunstwerke, Ausgestaltung

• Zeit der Ruhephase

Partizipation bedeutet gleiche Rechte für alle Kinder, das Vertrauen in die Stärken der Kinder, d.h. loslassen= Kinder und Erwachsene begeben sich gemeinsam in Lern- und Lösungsprozesse. Die Befähigung zur Partizipation erreichen wir durch gelebte Partizipation, die den jeweiligen Entwicklungsbesonderheiten der Kinder genügen muss, d.h. die Form der Beteiligung und die Realisierung der Rechte für ein zweijähriges Kind ist etwas anders als für einen Schulanfänger.

 

„Wenn man genügend spielt, solange man klein ist, trägt man in sich Schätze herum, aus denen man ein Leben lang schöpfen kann.“ Astrid Lindgren